Da geht noch was
  Chile
 

Chile, das Land der Gegensätze - sowohl geographisch gesehen als auch von den Bevölkerungsgruppen her. Mit rund 4000 km Länge ist Chile das Land mit der größten Nord-Süd-Ausdehnung der Welt, und bestimmt auch eines der schmälsten. Es schmiegt sich an Südamerikas Westküste und ist eingegrenzt durch die Anden im Osten und den Pazifik im Westen.

Als Urlaubsland ist Chile für uns Europäer zwar ein bisschen weit weg (die Flugzeit liegt bei ungefähr 13 Stunden), ansonsten sind die Barrieren jedoch sehr gering. Ein gültiger Reisepass und ein Flugticket sind die einzigen Eintrittskarten für dieses spannende Land. Weder Visum noch vorgeschriebene Impfungen haben sich uns vor dem Trip in den Weg gelegt. Was man allerdings vermeiden sollte, ist alle Touren im vorhinein zu buchen, denn die lokalen Reisebüros sind um einiges besser in punkto Beratung und Vergleichbarkeit.

 

Santiago de Chile war unsere erste Anlaufstation in Chile. Nicht nur, weil dort unser Flieger gelandet ist, sondern vor allem auch deswegen, weil wir dort von unseren Freunden Sole und Sebastian zu deren Hochzeit eingeladen waren. Diese Gelegenheit nutzten wir gleich, um uns die Stadt näher anzusehen - Fazit: eine sehr interessante Stadt, vor allem wegen der atemberaubenden Anden-Umgebung, und in 3 Tagen locker zu besichtigen.

Danach haben wir uns in den öffentlichen Bus gesetzt (günstig, komfortabel, empfehlenswert) und sind nach Viña del Mar / Valparaiso gefahren, um uns ein bisschen am Strand (viel Sonnencreme und hoher LSF empfehlenswert!) von den Hochzeitsgaststrapazen zu erholen. Außerdem ist vor allem Valparaiso wirklich einen Abstecher Wert - und wenn es nur wegen der Hafenrundfahrt (die offizielle im Boot für 40 Leute ist super!) ist, von wo aus man einen genialen Blick auf die zahlreichen "Ascensores" - die Lifte die Valparaiso verbinden - hat.

Ein paar Tage später begann dann mit dem Besteigen des Flugzeugs nach Punta Arenas der Aktiv-Teil unseres Urlaubs. Von dort aus ging's fast direkt in den Parque National Torres del Paine, der für uns das absolute Highlight unseres Chile-Trips war. Besonders die Trekking-Touren im Park sind wunderschön und auch für nicht ausgemachte Bergfüchse wie uns ein Genuss (eine gute Kondition sollte man allerdings mitbringen). Gerade für diesen Teil hätten wir uns gerne noch mehr Zeit genommen, als wir zur Verfügung hatten, aber immerhin sind wir zum Fuße der Torres gewandert, ein Trip, der Pflicht für jeden der im Nationalpark ist. Die Refugios im Nationalpark bieten neben guten Übernachtungsmöglichkeiten zu günstigen Preisen die Chance, sehr interessante und unheimlich nette Leute kennenzulernen.

Mit einem weiteren Bus sind wir tags darauf über Sandpisten nach Argentinien gefahren, um uns einen der mächtigsten Gletscher von Patagonien auzusehen - den Perito Moreno.

Auch wenn 7 Stunden Busfahrt (1 Strecke) ein bisschen viel sind, so ist der Anblick dieses gigantischen Gletschers die Beschwerlichkeiten definitiv Wert gewesen. Nach dem Bus probierten wir am nächsten Morgen (wieder in Chile) das Verkehrsmittel "Boot", welches uns neben weiteren Gletschern eine Kormoran-Kolonie und einen Condor in freier Wildbahn bescherte.

Zurück in Punta Arenas haben wir nach dem tagelangen Passagierdasein die Sache wieder einmal selbst in die Hand genommen und uns mit Kayaks durch die Magellan-Straße gekämpft (Guide: Top! - Wetter: Bescheiden). Abschließend gab's noch einen Spaziergang mit den watschelnden Freunden von der Pinguinkolonie - herzige Viecher, ein sehr netter Abschluss.

 
   
 
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