Da geht noch was
  Schweden
 

Schweden, für viele nur ein Land voller Nadelwälder, wo es ständig kalt und finster ist und man entweder mit dem Wohnwagen hinfährt, um sich einen Elch aufkleben zu können, oder um seinen Vorrat an Fischkonserven und Knäckebrot aufzubessern.

Wer denkt schon ans Baden im Meer, an Orchideen und 30 Grad; an ausgelassene Feiern und gastfreundliche Menschen? All das ist nicht aus Astrid Lindgrens Märchenbuch gesprungen, sondern tatsächlich Realität. Natürlich kann man auch Nordlichter bestaunen, Mittsommar feiern oder mit dem Kanu die Seenlandschaft erkunden.

Unsere Schwedenerfahrung haben wir in den Jahren 2002 / 2003 gemacht - beim Studieren in Växjö (Småland). In dieser Zeit hatten wir neben dem "Unistress" natürlich auch ein bisschen Zeit, um Land und Leute besser kennenzulernen.

 

Växjö ist eine kleine Stadt mit rund 70.000 Einwohnern im Süden des Landes. Vor allem die Landschaft von Småland ist mit ihren kleinen Seen, Wäldern und ewig geradeausgehenden Straßen eine Erkundungstour wert. Nach 2 h Fahrt Richtung Süden ist man von hier aus in Malmö (und über die Öresundbrücke sofort in Kopenhagen). Ca. die gleiche Distanz Richtung Osten liegt die Insel "Öland" mit ihren Sandstränden und Orchideen. Vom "Flygplats" (der Name trifft's ganz gut) in Växjö kann man außerdem aus den Wäldern in Richtung Stockholm oder Kopenhagen in die Luft gehen.

Gerade im Frühsommer ist eine Kanutour in der Region Småland sehr zu empfehlen. Mit Glück ist das Wetter super, die Mosquitos noch nicht unterwegs und die Seen bereits so warm, dass man in ihnen baden kann. Der Verleih von Booten ist total unproblematisch und normalerweise braucht man nicht einmal einen Guide, sondern kann die Seen auf eigene Faust befahren.

Auch ein Elchpark ist um die Ecke. Hier kann man die Riesenviecher nicht nur hinterm Zaun begutachten, sondern auch danach noch ein leckeres Elchsteak oder eine Wurst kosten (ein bisschen makaber, aber echt empfehlenswert).

Nun ein bisschen zum Venedig des Nordens: Stockholm hat seinen Namen (Pfahlinselchen) nicht umsonst, da die Stadt auf mehreren Inseln an der Ostküste errichtet worden ist. Vor allem die gewachsene Altstadt in Stockholm ist wunderschön. Das Flair ist (abgesehen von der Temperatur und dem besseren Zustand der Häuser) fast mediterran. Besichtigungen des Stadtschlosses und von Schloss Drottningsholm sind genauso wie eine Schärenrundfahrt Pflicht für jeden Stockholmbesucher. Wer genug Sightseeing hinter sich hat, kann die unglaubliche Dichte an H&Ms, Brothers and Sisters etc. zum ausgelassenen Shopping nutzen. Übrigens - Shops für Herrenmode sind hier bei weitem nicht so in der Unterzahl wie in Mitteleuropa. 

Der hohe Norden hat auch definitiv seine Reize und sollte bei einer Schwedenreise nicht fehlen. Aus diesem Grund hat es uns (passenderweise im Dezember) nach Kiruna, der nördlichsten Stadt Schwedens, verschlagen. Das Eishotel war zwar in diesem Jahr noch nicht fertiggestellt (es wird jedes Jahr neu gebaut), aber alleine die Stimmung der "ewigen Finsternis" ist die Reise wert. Wer kann schon behaupten, mit einem Taxi mit Tempo 100 auf einer Eisbahn unterwegs gewesen zu sein, oder nackt bei -30 °C herumzulaufen (zugegebenermaßen waren wir zuvor in der heißen Sauna - Temperatursturz ca. 120 Grad)? Auch eine Hundeschlittentour bzw. eine Schneemobilfahrt ist definitiv den Spaß wert und wer Glück hat kann beim Übernachten im Zelt der Lappen das berühmte Nordlicht sehen.

 
   
 
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